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Added: 09.08.2011

Etappen der In-vitro-Befruchtung

Es ist die fortgeschrittenste Methode der unterstützten Fortpflanzung. Sie wird bei verschlossenen Eierleitern, Endometriose bei Frauen, Spermaanomalien bei Männern, oder wenn die Ursache der Unfruchtbarkeit unbekannt bleibt, angewendet. Der Eingriff beruht darauf, die Eierstöcke so zu stimulieren, dass mehrere Eizellen produziert werden. Kurz vor der Ovulation werden die Eizellen mit Ultraschallkontrolle entnommen und nach kurzer endgültiger Reifung in einem Inkubator wird der entsprechend vorbereitete Samen des Partners beigegeben.
Nach 18 Stunden wird nachgeprüft, ob die Eizellen befruchtet wurden und innerhalb der darauffolgenden 24 Stunden ob der Vorgang ihrer Teilung angefangen hat. Wenn die Teilung störungsfrei verläuft, werden die Embryos in die Gebärmutter der Frau transferiert. In einzelnen Fällen kann man die Zucht auf 6 bis 7 Tage verlängern, also bis das Stadium der Blastozyste erreicht wird.
Nachstehend werden kurz die einzelnen Etappen des Eingriffs der In-vitro-Befruchtung besprochen.

1. ETAPPE  - hormonelle Stimulation der Patientin

Der Frau werden hormonelle Präparate verabreicht zwecks Stimulation der Reifung von Eierstockbläschen mit Eizellen. Am 21. Tag des vorigen Zyklus (langes Stimulationsprotokoll) oder am 1. Tag des gegenwärtigen Zyklus (kurzes Stimulationsprotokoll) wird auch ein hormonelles Präparat verabreicht, der kurzfristig die Abgabe von Geschlechtshormonen hemmt. Am 3. Tag des Zyklus beginnt die eigentliche Stimulation – der Patientin werden Präparate verabreicht, die die Bildung von Eierstockbläschen verursachen. Die Ergebnisse der Stimulation werden bei einer Ultraschalluntersuchung kontrolliert. 36 Stunden vor der geplanten Entnahme der Zellen wird ein Medikament verabreicht, das die endgültige Reifung der Eizellen verursacht.

2. ETAPPE  - Entnahme von Eizellen

Der Eingriff wird bei intravenösen Betäubung mit Ultraschallkontrolle durchgeführt . Der Arzt sticht mit Hilfe einer speziellen dünnen Nadel transvaginal die Eierstockbläschen auf und entnimmt den beiden Eierstöcken alle Eizellen. Bei dem Eingriff können leichte Blutung und schwache Bauchschmerzen auftreten, die meistens nach Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten nachlassen.

3. ETAPPE  – Befruchtung der Eizellen und Zucht der Embryos

Die so gewonnenen Eizellen werden in einem Inkubator untergebracht in speziell zu diesem Zweck vorbereiteten Behältern mit  Nährstoff. Nach 3 bis 4 Stunden Reifung im Inkubator werden die Eizellen mit Spermien zusammengebracht. Nach dem Ablauf von etwa 18 Stunden weiß man schon, welche Eizellen befruchtet wurden. Am zweiten Tag nach dem Eingriff erreichen die Embryos das Stadium von 2 bis 4 Zellen, und am nächsten, dritten Tag 5-8 Zellen (Blastomeren) und in diesem Stadium wird meistens der Transfer durchgeführt.

4. ETAPPE  – Transfer der Embryos in die Gebärmutter

In der letzten Etappe, meistens am 3. Tag nach dem Eingriff, werden die Embryos mit Hilfe eines dünnen Katheters in die Höhle der Gebärmutter eingesetzt. Meistens werden 1-2 Embryos eingesetzt. Der Transfer von Embryos ist völlig schmerzlos. Von dem Tag des Transfers an ist es notwendig, 14 Tage lang Progesteron einzunehmen, das den Zustand der Schleimhaut der Gebärmutter positiv beeinflusst und die Einnistung vom Embryo in der Gebärmutter begünstigt.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Diese Methode stellt eine Lösung für Männer mit sehr niedriger Spermienanzahl im Ejakulat dar, oder für Paare, bei denen die Befruchtung mit der klassischen IVF-Methode  trotz guter Qualität von Eizellen und Spermien  ausbleibt. Bei der ICSI-Methode wird ein einzelnes Spermium unter mikroskopischer Sicht mittels einer dünnen Glasnadel in die vorbereitete Eizelle injiziert. Wenn die Eizelle befruchtet wird, verläuft die weitere Zucht identisch wie bei der klassischen In-vitro-Befruchtung.

Unterstütztes Ausschlüpfen aus der Schutzhülle (AZH - Assisted Zona Hatching)

Vor der Befruchtung und in der frühen Entwicklungsphase des Embryo ist die Eizelle und später das Embryo von einer Glashaut umhüllt (zona pellucida). Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Bindung von Spermien , anschließend schützt das Embryo in der frühen Entwicklungsphase und erleichtert seinen Transport durch den Eierleiter. Nach dem Eindringen des Spermiums wird die Glashaut in einem natürlichen Vorgang hart, was die Polyspermie verhindert.
Wenn das Embryo das Stadium der Blastozyste erreicht hat (5.-6. Tag nach der Befruchtung ), vor Beginn der Implantation in der Gebärmutter wird die Schutzhülle dünner und dann platzt sie. Das Embryo kommt heraus und verbindet sich direkt mit der Schleimhaut der Gebärmutter. Dieser Vorgang wird „Ausschlüpfen“ des Embryo genannt (embryo hatching). Wenn das Embryo in der Hülle bleibt, bleibt der Implantationsvorgang aus. Die Ursache hierfür kann defekter Aufbau der Schutzhülle oder ihre zu starke Verhärtung sein.
Unter den Techniken der unterstützten Fortpflanzung findet immer häufiger die Methode des unterstützten Ausschlüpfen aus der Schutzhülle -AZH (Assisted Zona Hatching) Anwendung. Sie beruht darauf, dass die Schutzhülle mikrochirurgisch aufgeschnitten wird, was den Ausschlüpfungsvorgang begünstigen soll. Dieser Eingriff wird in unserer Klinik mit Hilfe eines einfachen und sicheren Lasersystems durchgeführt. In unserer Klinik wird der Octax-Laser der Firma MTG angewendet. Es ist eine infrarote Diode, die Strahlung mit der Frequenz 1,48 µm emittiert. Infolge der Wirkung des Laserstrahls entsteht in der Schutzhülle des Embryo ein Spalt mit dem Durchmesser von 5-l0µm. Durch den so entstandenen Spalt soll das Embryo aus der Schutzhülle herauskommen und sich in der Schleimhaut der Gebärmutter einnisten. Dieser Vorgang wird Implantation genannt. Er wird ausschließlich an den zum Transfer ausgewählten Embryos durchgeführt.
Der Hauptvorteil der Lasertechnik sind im Vergleich zu anderen Methoden, zum Beispiel zur enzymatischen Methode, ausbleibende mechanische, chemische oder thermische Nebenwirkungen, die auf das Embryo einen Einfluss ausüben könnten. Es ist eine wirksame, schnelle und sichere Methode.
Klinische Forschungen haben nachgewiesen, dass die Anzahl der implantierenden Embryos nach den Eingriffen, bei denen die Schutzhülle aufgeschnitten wurde, im Vergleich zu den Ergebnissen des Transfers von Embryos mit unversehrter Schutzhülle  höher ist. Dieses Verfahren ist besonders bei folgenden Patientinnen angeraten:  
1.    nach dem 38. Lebensjahr – mit dem Alter steigt die Tendenz zur stärkeren Verhärtung der Schutzhülle.
2.    mit dem erhöhten Stand  des FSH-Hormons
3.    nach mehrfachen erfolglosen Unfruchtbarkeitsbehandlungen mit Hilfe der Techniken der unterstützten Fortpflanzung.
4.    nach wiederholten Fehlgeburten (mindestens 2 in der Anamnese festgestellt)
5.    mit durch immunologische Störungen bedingter Unfruchtbarkeit
6.    mit Endometriose

» Siehe Foto #1
» Siehe Foto #2




Einfrierung der Embryos (Kryopreservation)

Embryos, die nicht transferiert wurden, werden eingefroren. Eingefrorenes Embryo kann längere Zeit hindurch aufbewahrt werden, ohne dass dabei seine Qualität benachteiligt wird. In Zukunft kann es beim nächsten Transfer angewendet werden. In diesem Fall ist es nicht mehr notwendig, die Patientin erneut hormonell zu stimulieren. Wenn der erste Versuch gelungen ist und eine Schwangerschaft zur Folge hatte, können die eingefrorenen Embryos angewendet werden, um die nächste Schwangerschaft zu erzielen.  

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